Behandlungspflege – Was ist das eigentlich?

Behandlungspflege – Was ist das eigentlich?

Spritzen setzen, Verbände wechseln, Medikamente richten, An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen, Kompressionsverbände anlegen und vieles mehr – das gehört zur medizinischen Behandlungspflege. All dies sind ärztliche Leistungen, die i.d.R. Ihr Hausarzt an uns, als niedergelassenen Pflegedienst, delegieren kann.

Die Kosten für die ärztlich verordnete Behandlungspflege übernehmen die Krankenkassen nach §37 SGB V nach Verordnung durch den behandelnden Arzt, eingehender Prüfung, sowie Genehmigung.

Beispiel: Herr Müller* ist an Diabetes erkrankt und benötigt täglich vor dem Frühstück eine Dosis Insulin. Die lebensnotwendige Gabe muss in die Bauchhaut oder ins das Unterhautfettgewebe des Armes oder Beines gespritzt werden. Da Herr Müller selbst nicht in der Lage ist, sich zu spritzen, auch weil er bereits schlecht sieht und feinmotorisch nicht mehr so geschickt ist, hat er seinen Hausarzt gebeten, die tägliche Insulininjektion an die Pflegefachkräfte unserer Einrichtung zu übertragen.  Sein Hausarzt hat ihm dafür eine Verordnung ausgestellt, die die medizinische Begründung (Diagnose) enthält und die Art sowie Zeitdauer der Leistung. Herr Müller hat die Diakonie-Sozialstation Mannheim mit der Leistungsübernahme beauftragt. Unsere Pflegefachkräfte übernehmen nun die tägliche Insulingabe. Die Abrechnung der Leistung der Behandlungspflege erfolgt direkt mit der Krankenkasse, so dass Herr Müller sich darum nicht zu kümmern braucht.

Unsere Pflegefachkräfte tauschen sich mit dem jeweils behandelnden Arzt regelmäßig aus, um den Erfolg der Therapie oder auch auftretende Komplikationen zu besprechen.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie zur Behandlungspflege noch mehr wissen möchten. Wir informieren Sie gerne.

*Name geändert